Herkunft

Der Schlafmohn wird bis zu eineinhalb Meter hoch und trägt auf kahlem Stängel eine weiße, violettgemusterte Blüte. Daraus entsteht im Sommer eine Kapsel mit Strahlenkrone. Die Kapselwand ist kurz vor der Keife durchzogen von milchsafthaltigen Kanälchen. Diese werden an der unreifen Kapsel angeritzt (nur über einen Zeitraum von einigen Teigen ), 
der austretende Milchsaft trocknet ein und wird in Handarbeit abgekratzt und dann zusammengeknetet. Pro Kapsel erhält man ungefähr 0,05 g Rohopium (für l kg benötigt man 
20 000 Kapseln).

Hauptanbauländer sind auf dem Balkan Bulgarien, Jugoslawien, im nahen und mittlerem Osten die Türkei, Persien, der Libanon und Afghanistan, im fernen Osten Indien, Pakistan, China, Vietnam und das "goldene Dreieck" zwischen Burma, Laos und Thailand; in Amerika vor allem Mexiko und Kolumbien.

Rohopium ist eine rötlich-braune Substanz von bitterem Geschmack und betäubenden Geruch. Verarbeitet zu Rauchopium (mehrfach erhitzt, geknetet, an der Luft oxydiert und anschließend 4 Monate fermentiert) wurde es in China nachweislich spätestens im Reich der Mitte 
(ca. 1600 n Chr.) konsumiert, zum Teil um den herrschenden Hunger zu dämpfen, zum Teil auch in Rauchzeremonien. Schon deutlich früher (im Sumerreich, 4ooo v Chr.) und im alten Ägypten war Opium bekannt, griechische Ärzte lernten von den Ägyptern,
wie man die Droge zubereitet (Theophrast von Eresos, um 300 v.Chr. berichtet davon). In der griechischen Mythologie ist die Mohnkapsel das Symbol des Schlafgottes Morpheus und des Todesgottes Thanatos. Von den Griechen übernahmen die Römer die Droge, Vergil spricht vom "Mohn, der mit dem Schlaf der Lethe getränkt". 
Paracelsus, der bekannteste Arzt des Mittelalters, erfand eine "Wunderarznei" mit hohem Opiumgehalt, die er Laudanum nannte. Im 1900 Jht eroberte der Opiumkonsum (über die Handelsbeziehungen mit China) Europa. Vor allem die armen Industrie- und Hafenarbeiter Englands und Frankreichs konsumierten es, "weil es seinerzeit billiger zu haben war als Bier und Schnaps. Daneben gab es heimliche Rauchsalons in den Hauptstädten, in denen sich intellektuelle Kreise zur Bereicherung der Phantasie trafen. Schriftsteller wie Poe, Baudelaire und Coleridge sind als Opiumverbraucher bekannt. Außerdem ist bekannt, dass Balzac mit Opium seinen gewaltigen Kaffeekonsum titriert hat.

 

 

Rohopium

Im Rohopium sind 25 verschiedene Alkaloide enthalten, das Mischungsverhältnis schwankt mit der Herkunft. 
Der stärkste und wichtigste Teil  ist das Morphin, welches zu 10-20 % im Opium enthalten ist. Ein weiteres natürliches Opiat ist das Kodein, welches schon 1832 aus dem Mohnsaft isoliert wurde und als Bestandteil von Hustensäften benutzt wurde. Ein Abkömmling des Kodeins, das Dextrometorphan (Romilar) galt bis in die 60er Jahre als nicht abhängigkeitserzeugend, wurde aber dann in Westdeutschland vom Markt genommen, weil sich bei entsprechend hohen Dosen ( 40-60 Tabletten) eine ausgesprochen starke halluzinogene Wirkung auftat, begleitet von Übelkeit und Angst.

Im medizinischen Bereich wurde und wird das Opium immer seltener verwandt bei Schmerzzuständen, die mit Spasmen der glatten Muskulatur einhergehen, da es neben der analgetischen Wirkung durch die Beimengung des Alkaloids Papaverin eine paralytische Atonie z.B. des Darmes hervorruft,  im Gegensatz zum Morphin, welches eine spastische Atonie bewirkt. Für diese Indikation, z.B. unheilbarem Durchfall bei bestimmten Krebsleiden benutzt man noch heute die Tinctura opii.

Morphin

Das Morphium wurde erstmals 1806 vom Chemiker Sertürner isoliert. Da es die intakte Haut nicht durchdringen kann, jedoch durch Schleimhäute und verletzte Haut aufgenommen wird, benutzten Abhängige vor der Erfindung der  Injektionsspritze (1864) blasenziehende Pflaster und applizierten dort das Morphin. 
Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und des deutsch-französischen Krieg von 1871 wurde Morphium erstmals in größerem Umfang zur Schmerzstillung eingesetzt, anschließend gab es reichlich abhängige Soldaten. Auf der Suche nach einer schmerzstillenden, jedoch nicht abhängigkeitserzeugenden Substanz, stellte man durch eine chemische Reaktion von Morphium und Essigsäure das Heroin (der Name entstammt: wirklich dem Wort heroisch ), es sollte für die Entwöhnung von Morphiumsüchtigen Verwendung finden. Wenn je ein Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wurde... 

Morphin und seine Abkömmlinge werden bei sonst nicht beherrschbaren Schmerzzuständen verwendet, wobei das Abhängigkeitspotential sich nur wenig unterscheidet. In den letzten Jahren wird immer mehr von einer reinen Morphinbehandlung bei Schmerzen abgesehen, weil sich eher bestimmte Kombinationen mit Medikamenten völlig ariderer Herkunft anbieten. (Zu den morphinähnlichen Medikamenten gehören Präparate wie Dicodid, Acedicon, Eukodal, Dilaudid, Dromoran, Dolantin und andere, alle sind als Substitute für Abhängige interessant.)

 

Heroin

Das am häufigsten missbräuchlich verwendete Opiat ist das Heroin. Diese Tatsache verdankt das Heroin seiner besonderen chemischen Natur. Heroin ist das Diacetyl-Morphin, es wird im Körper rasch zu Monoacetylmorphin umgewandelt, dieses dann in einem zweiten Schritt zu Morphin. Das Monoacetylmorphin überwindet die Blut-Hirnschranke am besten, deshalb wirkt das Heroin schneller und ergibt einen krasseren "Flush-Effekt".

Methadon

Das Methadon wird auch bei oraler Gabe rasch aufgenommen, wird jedoch stark an Bluteiweiße gebunden, so dass es nicht so rasch anflutet (also keinen kick verursacht) aber auch langsamer abgebaut wird, die HWZ beträgt 15-25 Std.

 

Aufnahme, Wirkung, Abbau und Ausscheidung

Bei oraler Aufnahme ("Opiumesser") werden die Opiate unterschiedlich gut resorbiert, jedoch in der Leber zum großen Teil (first pass effect) sofort in unwirksame Metaboliten umgewandelt. Man braucht, um die gleiche Wirkung zu erzielen also bei parenteraler Anwendung deutlich geringere Dosen.

So kann man die Opiate über die Nasenschleimhaut schnupfen, man kann sie über die Austauschfläche der Lunge rauchen, sie über die Endarmschleimhaut, da ihre Blutentsorgung nicht über die Pfortader geht, als Zäpfchen aufnehmen, oder sie, wie unter den Abhängigen am weitesten verbreitet (weil sparsam und mit größten "kick" ) Intravenös infizieren. 
Die Halbwertzeit des Heroins beträgt 2-3 Std. daher lassen sich am Folgetag auch noch Spuren im Urin nachweisen.

Der Abbau des Morphins verläuft durch Bindung an Glukuronsäure in der Leber, das entstandene, jetzt wasserlösliche Produkt wird rasch über die Nieren ausgeschieden. Die Bindung an Glukuronsäure ist ein vielbeschrittener Weg, um wasserunlösliche in lösliche Formen zu übertragen, er wird sowohl im normalen Stoffwechsel genützt, z.B. zur Entsorgung von Steroidhormonen und Katecholaminen, aber auch für nicht stoffwechselvertraute Verbindungen wie Arzneimittel oder Darmfäulnisprodukte.
Ein kleiner Teil des Morphins wird an Gallenflüssigkeit gebunden und in den Stuhl ausgeschieden( daher wäre auch ein Stuhlnahweis möglich).

Wirkungen und Entzugserscheinungen

Beides gehört zusammen. Es wird verständlich, wenn man die "Regelkreis-Theorie", nach der auch andere Funktionen im Körper ablaufen, als Grundlage für den Drogengebrauch heranzieht.

Unter dem Begriff der körperlichen Abhängigkeit versteht man die "laufende Zufuhr eines Suchtmittels, dessen der Organismus zur Aufrechterhaltung einer weitgehend normalen Funktion bedarf. Um also das Gleichgewicht der Körperfunktionen - die Homöostase - nach Drogenzufuhr aufrecht zu erhalten, aktiviert der Körper Mechanismen, die den Drogeneffekten entgegenarbeiten. Solange sich beide Mechanismen die Waage halten, funktioniert der Körper annähernd normal. Unterbrechung der Stoffzufuhr äußert sich dann, gewissermaßen spiegelbildlich, überschießend mit dem Auftreten von Entzugserscheinungen.

Die Wirkungen sind in gewissem Maße situationsbedingt, beim nicht Abhängigen wirkt Morphim subjektiv anders als beim Abhängigen- so empfinden bei einer ersten Gabe Patienten mit geringen oder gar keinen Schmerzen häufig Dysphorie, Schläfrigkeit, Schwächegefühl, Nervosität, Übelkeit, Erbrechen und Angst, während bei Patienten mit starken Schmerzen meist Euphorie, Schmerzlinderung und Sedierung eintreten und sich die unangenehmeren Begleiterscheinungen eher zurückhalten.

Wirkungen auf Zentralnervensystem

Analgesie
wichtigste med. Indikation, es wird weniger die Schmerzempfindung reduziert, sondern die Schmerzverarbeitung. Die Schmerzen werden zwar nach wie vor wahrgenommen, jedoch nicht mehr als so unangenehm empfunden.

Euphorie
negative Umstände und Empfindungen werden nicht mehr als belastend empfunden, es stellt sich ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit ein, verbunden mit einem Gefühl von Autonomie und Ganzheit.

Sedierung 
mit zunehmender Dosis bis zu narkoseartigen Zuständen.

Atemdepression
Herabsetzung der Reizschwelle der Rezeptoren für den Atmungsantrieb, so daß es zu einer verlangsamten und abgeflachten Atmung bis zum Atemstillstand komm, dies ist die gefürchtetste Nebenwirkung der Opiate und die häufigste Todesursache, hier sind z.B. Menschen mit vorgeschädigter Lunge besonders gefährdet, bei Asthmatikern kommt es zusätzlich noch zu einer Eindickung des Bronchialsekretes.

Weitere zentralnervös bedingte Wirkungen
Übelkeit, Erbrechen, Senkung der Körpertemperatur und die bekannte Engstellung der Pupillen (Miosis /Steckis)

Verdauungstrakt
Kontraktion der glatten Muskulatur des Dünn- und Dickdarmes, Reduktion der
Peristaltik und durch die verlängerte Passagezeit vermehrte Wasserrückresorption, die Folge ist die typische Obstipation (Verstopfung) des Abhängigen. Das kann bis zu Koliken und paralytischen Darmverschluss führen. Außerdem ist der Tonus der Schließmuskulatur erhöht, wie auch der Tonus in den Gallenwegen und des Sphinkter Oddi, so dass es auch zu Gallenkoliken kommen kann, ebenso wie durch Rückstau von Bauchspeicheldrüsensekreten, die den gleichen Weg nehmen müssen wie die Gallenflüssigkeit, auch zu Bauchspeicheldrüsenschäden.

Harntrakt
auch hier tritt eine Erhöhung des Sphinktertonus ein, bei herabgesetzter Wahrnehmung von Blasenreizen. So kann es trotz gesteigertem Harndrang zur Harnverhaltung kommen.

Herz- und Kreislaufsystem
hier sind die Auswirkungen gering, es kann durch die Erweiterung der peripheren Blutgefäße zu orthostatischer Hypotonie kommen (Abfall, des Blutdruckes beim Aufstehen mit Schwindel) 

Hormonelles System
sämtliche hormonellen Regelkreise werden verändert (z.B. die ACTH-Sekretion sinkt, ebenso das TSH), am aufälligsten sind die Auswirkungen bei den Ceschlechtshormonen. Durch die veränderten Steuerungshormone kommt es bei
Frauen zu einer sekundären Amenorrhoe (Einstellung der Regelblutung), bei Männern zu vermindertem Spermavolumen und Spermatozoenbeweglichkeit, Libido und Potenz können beeinträchtigt sein.

Allgemeines: 
Allergische Reaktionen sind selten, selten auch können sog. paradoxe Reaktionen mit Unruhe, Tremor bis hin zu deliranten Bildern auftreten.

 

 

Akute Opiatvergiftung

Nach anfänglichem Wärmegefühl und Rötung des Gesichts geht die Opiatvergiftung mit Müdigkeit, Benommenheit und Schwindel, sowie den bekannten Steckis über in die Atemdepression mit sämtlichen Stadien der Bewußtseinstrübung. Hier werden von verminderter Ansprechbarkeit bis zum tiefen Koma die einzelnen Stadien oft sehr rasch, manchmal aber auch über Stunden durchlaufen (hier spielt der Beikonsum von Tranquilizern oder Barbituraten eine große Rolle ).
Außerdem treten mit fortschreitendem Stadium, Blasse und Zyanose der Haut hinzu, Untertemperatur, Pulsverlangsamung und verminderte Reflexe. Der Tod durch Atemlähmung tritt häufig erst nach Stunden ein.

Entzugserscheinungen

Die ersten Symptome treten innerhalb von 6 bis 8 Std. auf, der Höhepunkt wird in 36-72 Std. überschritten und sollte nach 5 Tagen deutlich nachgelassen haben, vielleicht mit Ausnahme der Schlaflosigkeit, die häufig länger andauert.
Selten dauern auch erhöhte Reizbarkeit erhöhter Blutdruck und erhöhte Körpertemperatur bis zu einem halben Tag an.

Folgende Symptome kennzeichnen die akute Phase des Entzugs:

  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit mit Gliederschmerzen, Zuckungen, Krämpfen, besonders der Rückenmuskulatur und der Waden

  • Krampfartige Leibschmerzen mit Erbrechen und Durchfall bis zur Austrocknung oder zur Verschiebung des Säure-Basenhaushaltes

  • Zittern, Frieren bis hin zum Schüttelfrost und profuses Schwitzen, Gänsehaut, Schauern, Tränen, Schnupfen, Speichelfluss, Niesanfälle

  • Anstieg von Körpertemperatur, Blutdruck, Herzfrequenz und Blutzucker 

  • Für die ersten 24 Std. ein Mydriasis, längerdauerndes Schielen mit Doppelbildern

Psychische Symptome sind

  • Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmung

  • Aggressivität und innere Unruhe

  • Schlafstörungen, Bewusstseinseintrübungen (selten komatöse Zustände) und Wahrnehmungsstörungen.

Methadon -Entzug setzt in der Regel etwas langsamer ein und klingt auch langsamer ab. Eine ausschleichende Dosierung kann die Härte des Geschehens etwas mildern, hat aber den als ebenso unangenehm empfundenen Nachteil, das die Symptome über Wochen anhalten und das endgültige Absetzen mit einer psychischen Krise verbunden ist. Ausschleichen ohne alle Entzugssymptome gibt es nicht.

Schwierige Entzugsituationen sind vor allem da zu erwarten, wo nennenswerter Beikonsum von Benzodiazepinen, Barbituraten oder Alkohol besteht. Hier muss mitunter (trotz Akupunktur) medikamentös ausschleichend behandelt werden, um Komplikationen wie Krampfanfälle, Delirien und andere psychotische Ereignisse zu verhindern.

Ein in der Psychiatrie häufig eingesetztes Medikament ist das Clonidin, weiches normalerweise zur Blutdrucksenkung eingesetzt wird. Es vermindert aber zusätzlich die überschießende Reaktion des katecholaminergen Systems und lindert so einige der belastenden Entzugerscheinungen.

Des weiteren werden häufig und mit gutem Erfolg Neuroleptika, wie das Aponal eingesetzt. Der Wirkungsmechanismus ist wohl eine Dopaminblockade, was vermutlich zu einer verstärkten Endorphinbildung führt.

Schwierigkeiten bei der Entgiftung

Zu den genannten Problemen treten die Schwierigkeiten hinzu, die direkt mit dem Klientel zusammenhängen. Häufig sind verlässliche Dosisangaben nicht zu erhalten, über den Beikonsum wird nicht ehrlich berichtet, so das man in der Entzugsituation auch immer wieder vor Überraschungen gestellt wird. Benzodiazepine z.B. können aufgrund ihrer langen HWZ Schwierigkeiten erst nach 14 Tagen verursachen usw. Das bedeutet aber auch, dass im Einzelfall  entschieden werden muss, ob eine Entgiftung unter stationären Bedingen oder durch den Hausarzt betreut durchgeführt werden muss.

 

 

Opiatabkömmlinge

Codein

Handelsnamen: DIIC, Remedacen (Remis}

Das Codeinist in allen Qualitäten dem M ähnlich, dabei m med. gebotenen Mengen aber deutlich schwacher. So wird es ausnahmslos als Hustenmedikament eingesetzt, selten ist ein Reizhusten so belastend, dass die Gabe indiziert ist. In entsprechend hohen Dosen genommen, fungiert das Codein als Substitut für Morphin, wobei in hohen Dosen das Codein eher eine erregende Wirkung hat, Ausnahmen ist auch hier die Atemdepression. in dieser Hinsicht entsprechen ca.120 mg Codein 10 mg Morphin.

Eine Nebenwirkung, die bei M nur absolut selten ist, tritt beim Codein recht häufig auf, über eine Histaminfreisetzung wie bei einer Allergie kann Codein zu ausgeprägtem Juckreiz, Urtikaria, Blutdruckabfall und sogar zu Bronchokonstriktion bei Disponierten führen. Hier hilft schnell und sicher Cortison. 
In der Literatur wird der Codeinentzug als harmlos beschrieben, dass kann aus der Erfahrung so nicht bestätigt werden. In Abhängigkeit von der zugeführten Dosis wird von den Patienten durchaus unangenehmes berichtet.

Valoron 

Das Valoren wurde seinerzeit entwickelt, um Schmerzen zu lindern ohne das Abhängigkeitspotential von Morphin. In genügend hoher Dosis hatten jedoch selbst oral zugeführte Valorontropfen einen angenehmen Effekt und konnten Entzugserscheinungen dämpfen. Valoron war jahrelang das Ausweichmittel für Heroin. Seit 1980 wird dem Valoron Naioxon beigemischt, welches ein Morphin-Antagonist ist. Valoron N soll bei Gebrauch durch Fixer ein akutes Entzugsyndrom auslösen.

 

Naloxon


Naloxon ist ein starker Morphin - Antagonist ohne agonistische Wirkung, es ist geeignet, akute Vergiftungen zu behandeln. Bedenkenswert ist, dass das Naloxon eine deutlich kürzere HWZ hat, die Folge kann sein, dass nach dem Abbau der Substanz das Heroin wieder die Rezeptoren wieder besetzen kann und erneut lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Fatalerweise werden Junkies in den Notarztwagen zum Teil in den akuten "Entzug" gespritzt, dann sich selbst überlassen, besorgen sich neues Heroin und wie es dann ausgeht ist dem Schicksal überlassen.

Quelle: Dr. Karin Wied, Internes Script

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